System und Gestalt

Methoden-System

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Obwohl ich einen pragmatischen Eklektizismus pflege, favorisiere ich dennoch sowohl die Gestalt- als auch die Systemansätze. Sie ergänzen sich und prägen meine Haltung und meine Vorgehensweise.

In der Systemik gibt es unterschiedliche Strömungen; ich lege hier den Fokus auf die Interaktionen, die Wechselwirkungen und die Zusammenhänge im Gesamtkontext. Eine grundsätzliche Ressourcen-, Lösungs- und Zukunftsorientierung halte ich für hilfreich. Ich begreife die Wirklichkeit um uns herum wie eine Konstruktion, die durchaus veränderbar ist. Daher fokussiere ich eher das Wie und Wozu und nicht so sehr das Warum. Indem eine Situation von verschiedenen Perspektiven aus hinterfragt und beschrieben wird, können plötzlich neue Aspekte wahrgenommen werden und mit berücksichtigt werden. So verändert sich wiederum die gesamte Situation bzw. wie sie erlebt wird. Gunther Schmidt, Matthias Varga von Kibed oder Steve de Shazer und seine Frau Insoo Kim Berg haben mich nachhaltig geprägt.

Gestalt zeichnet sich aus durch die Betonung und Förderung einer umfassenden Bewusstheit im Hier und Jetzt. Ein hilfreicher Ansatz, wie ich finde, in einer Arbeitswelt, die die Selbstentfremdung und Entgrenzung begünstigt. Das Selbst entdecken, das Erfinden und Ausprobieren eigener Wege und Lösungen stehen an erster Stelle. Menschen sollen bestärkt werden, indem sie Kontakt zu ihren individuellen Fähigkeiten aufnehmen. Kreative und analoge Methoden werden dazu genutzt, Menschen zu befähigen, Herausforderungen mit Elan, aber auch mit wachem Gewahrsein annehmen zu können. Der Gestaltansatz geht auf Kurt Lewin, Fritz Perls sowie in jüngster Vergangenheit auf Otto Scharmer zurück.

Kurt Richter beschreibt die Verbindung der beiden Ansätze in seinem Buch „Coaching als kreativer Prozess“ so:

„Ich glaube, dass sich die beiden Ansätze sehr gut ergänzen und bei einer Beratung mit Herz und Verstand zusammenwirken. Gestaltarbeit richtet den Fokus auf die Subjektseite des Systems, also dem Wie der inneren Erlebnisverarbeitung des Menschen und den sie begleitenden expressiven Äußerungen. Der systemische Ansatz beachtet stärker die interaktive Seite, also die Dynamik und Regelmäßigkeit von Beziehungsnetzen, das heißt Systemen. Die Personen werden eher als „Funktions- bzw. Rollenträger“ betrachtet...“